Showcase 7. August 2017

Keramische Bandscheibencages aus dem Drucker

Musste eine Bandscheibe entfernt werden, halten sogenannte Cages die Wirbel an der richtigen Stelle. Diese sind oft aus Keramik und können nun auch über Additive Manufacturing z.B. im Stereolithographieverfahren hergestellt werden.

Die additive Fertigung keramischer Materialien ist ein herausforderndes Feld für die angewandte Materialforschung. Obwohl AM Additive Manufacturing Verfahren für einige Kunststoffe und Metalle bereits etabliert sind, steckt in der Entwicklung von Prozessen für spezifische Materialien wie technischen Keramiken noch viel Innovationspotenzial.

Das Labor für Keramische Materialien der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Penner beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Entwicklung verschiedener AM-Verfahren für technische Keramiken. Im Bereich der Biomaterialien, sei es biokompatibel oder bioinert, wird ein Bedarf an individualisierten oder massgeschneiderten Keramiklösungen gesehen, welche vorzugsweise durch Methoden des AM hergestellt werden können.

Gemeinsam mit der ZHAW Gruppe für Biomechanical Engineering unter Leitung von Prof. Dr. Daniel Baumgartner wurden beispielsweise ein Konzept für Bandscheibencages aus Aluminiumoxid oder Zirkonoxid entwickelt. Verschiedene Designs können mit Hilfe des Verfahrens der Stereolithographie von Keramik/Polymerkompositen gedruckt und anschliessend zum finalen Keramikbauteil gesintert werden. Für weitere Entwicklungen werden Entwicklungspartner aus der Industrie gesucht.

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    Alle

Anwendungsbereich:
Implantate (aktiv und passiv)

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Foto von Prof. Dr. Dirk Penner

Prof. Dr. Dirk Penner

IMPE Institute of Materials and Process Engineering

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